Scheibenberg - Der Berg
Der 807m hohe Scheibenberg, mit den als Naturdenkmal weithin bekannten "Orgelpfeifen entstand in der Tertiärzeit. Die Basaltsäulen ruhen auf einem sanft ansteigenden Glimmerschiefersockel. An der nördlichen, nordöstlichen und nordwestlichen Seite ist zwischen Glimmerschiefer und Basalt eine bis zu 40m mächtige Kies-, Sand-, und Tonschicht eingeschaltet, die an der südlichen Seite fehlt. Dort liegt der Basalt dem Glimmerschiefer auf. Die sechsseitigen Säulen sind am Scheibenberg besonders scharf ausgeprägt und weisen an der Nordseite eine Stärke von fast 3m und eine Höhe von 40m auf, während an der Südkuppe der Durchmesser zwischen 80 und 60cm schwankt. Der Scheibenberger Basalt wird als melilith - führender Nephelinbasalt bezeichnet.
Der Berg ging 1558 in den Besitz der Stadt über, nachdem die Nachkommen des Bauers Lorenz Merth in Oberscheibe auf ihre Rechtsansprüche verzichtet hatten. Christian Lehmann schrieb also von dem Berge; "Dieser Hügel ist eine hohe Warte und Specula des Gebirges, ein nutzbarer Schatz-, Wasser. und Futterkasten von Mensch und Viehe, des Städtleins Reinstein, den Gott selbst gesetzt, ein Lustplatz vor die Menschen, so sich wollen erlustieren, ein Schreck- und Zornspiegel Gottes."
Erst 1875 begann man, den Berg aufzuforsten. Bürgermeister Kegler (1881-1913) ließ am 05.05.1884 durch 114 Schulkinder 150 Bäumchen planzen. Dies war der Anfang des Stadtparks am Fuße des Berges.
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| Wahrscheinliches Relief vor der Bruchbildung im Tertiär Gebiet Sachsen Gebiet Böhmisches Becken |
![]() Die tertiäre Landoberfläche war eine Fastebene in diesem |
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Im Zusammenhang mit der Heraushebung des alpidischen Faltengebirgsgürtels kam es auch zu Bruchschollenbildungen. An den Bruchlinien drang glutflüssiges Magma empor und ergoss sich, dem Gefälle folgend, als Decke (Deckenerguss) über die tertiäre Landoberfläche. |
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Durch unterschiedliche Verwitterungsgeschwindigkeit der an Oberfläche anstehenden Gesteine und der lokalen Krustenbe- wegung entstand die heutige Oberflächenform. |
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Bei der Entstehung des Scheibenbergs spielten wahrscheinlich auch lokale Krustenbewegungen eine gewisse Rolle. |
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Sand- und Basaltabbau am Scheibenberg





